Schlagwort: Stress

Wer von uns beiden hat Angst vor Burnout?

Sind Sie’s oder bin ich es? Jeder Zweite hat Angst vor Burnout, hat die Allianz erhoben (→ mehr):

  • Zwei von drei Menschen kennen jemanden, den’s “erwischt” hat;
  • ein Viertel der Arbeitnehmer kann mit dem Chef über seine Sorgen sprechen,
  • jeder Zweite spricht sich beim Partner aus.
  • Und zehn Prozent versuchen, alleine damit klar zu kommen.

Burnout ist ziemlich teuer – für den Einzelnen, auch für die Unternehmen.

Stress im 21. Jahrhundert steuern

Viele und vielfältige Teilnehmende kamen im September 2013 zum Infoabend “(Wie) Hilft die Wissenschaft bei der Stressbewältigung?”: hier…
Hier die 90-Sekunden-Zusammenfassung:

  • Stressauslöser ändern sich im Zeitverlauf: Die Stress-Bewältigungsmethoden aus dem Industriezeitalter passen nicht zu den aktuellen Herausforderungen: globalisiert-interkulturelle Wissensarbeit im Umfeld erster Auswirkungen des Demografischen Wandels.
  • Auch in Zukunft wird es immer wieder Stressoren geben, wie Menschen aktiv (= Energieaufwand) damit umgehen, entscheidet darüber, ob sie gesund bleiben – und damit Kosten für sich, den Arbeitgeber und das Sozialsystem verursachen (Personalausfall, Heilbehandlungen, …).
  • Nach neueren Forschungen der PsychoNeuroImmunologie (PNI) ist entscheidend, wie sehr Menschen den Eindruck haben, das Heft des Handelns in der Hand zu behalten (“Selbstwirksamkeitsüberzeugung” statt “Kontrollverlust der ersten oder zweiten Dimension”).
  • Abstrakt formuliert: Stress läßt sich steuern, indem man Handlungsfähigkeit wiedergewinnt. Die Herausforderung besteht darin, dass unsere Affekte uns oft eine andere Strategie nahelegen.

 

Für Fragen stehe ich gerne zur Verfügung: Jens Flammann

Was passiert, wenn die Ritalin-Generation erwachsen wird?

Wer nicht gelernt hat, sich selbst zu steuern, weil ihm das von Ritalin & C. abgenommen wurde, so legt der Göttinger Hirnforscher Gerald Hüther nahe, wird es auch später nicht können: Wie sehen Unternehmen und Organisationen, wie sieht unsere Gesellschaft aus, wenn wir uns auf Pharmazeutika verlassen?
Hier das ZDF-Interview mit Gerald Hüther von Februar 2013:

Das Thema habe ich in der LeistungsBalance-Reihe bereits angesprochen: mehr…

Wie machen Konflikte ein Unternehmen stark?

Michele Gelfand (University of Maryland) hat Mitarbeiter und Leiter von 90 Filialen einer US-amerikanischen Bank über die Konfliktkultur in ihrer Organisationen befragt. Die Ergebnisse stehen in ihrem Artikel “Conflict cultures in organizations” (mehr…) und in aller Kürze hier:
Unterschieden wurden drei Konfliktkulturen:

  1. gemeinschaftliche Konfliktkultur („Mitarbeiter suchen eine Lösung, die alle zufrieden macht.“)
  2. dominante Konfliktkultur („Mitarbeiter tun alles, um selbst zu gewinnen.“)
  3. vermeidende Konfliktkultur („Mitarbeiter vermeiden, Konflikte offen anzusprechen.“)

 
Kernaussagen:

  • Wie der Herr, so’s G’scherr: Die Filalleiter passen zur Konfliktkultur der Mitarbeiter. Wer Henne und wer Ei ist, bleibt offen.
  • In einer gemeinschaftliche Konfliktkultur entfalten Organisationen ihre Stärken, ihre Mitarbeiter bleiben gesund.
  • In einer vermeidende Konfliktkultur wird die die Kreativität einer Filiale gehemmt.
  • Eine dominanten Konfliktkultur läßt die Servicequalität sinken.

 
Was lernen wir daraus? Zusammenstreiten hilft, gegeneinander streiten macht einfältig und schadet der Produktivität.

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