Schlagwort: Organisationsentwicklung

Wie hebt man millionenschweres Umsatzpotential?

Der Geschäftsführer, der Experte vor Ort und die Betriebsrätin wollen einen Beitrag leisten, um das Unternehmen zu retten. Ein Umsatz von ein paar Millionen Euro wäre schon sehr hilfreich für den Mittelständler.
Ich moderiere sie auf Basis des sehr guten Buches Business Model Generation (empfehlenswert, weil inspirativ und strukturiert!). Und in gut zwei Stunden haben wir die ersten Fäden in der Hand, die nun zu einem umsatzträchtigen Teppich zusammenzuweben sind.
Besonders interessant fand ich: Alle drei Mitarbeiter brauchten etwas, um die Stärken, Talente und Wettbewerksvorteile des Unternehmens auf den Punkt zu bringen. Kunden und Lieferanten wurde erst auf mein Nachbohren in den Plan einbezogen. Und am schwersten war es, die Kosten und Umsatzpotentiale (= das monetäre Abbild der Prozesse und Talente) zu benennen oder zumindest abzuschätzen.
Mir hat’s Freude gemacht, gemeinsam mit Profis millionenschweres Umsatzpotential zu heben.

Hunderte Arbeitsplätze gerettet?

Heftige Arbeit heute: Betriebsrat und Geschäftsleitung eines Bildungsunternehmen müssen innerhalb von drei Wochen ihren Konzernvorstand davon überzeugen, dass Sie mindestens 2 Millionen Euro pro Jahr mehr verdienen können. Kein Leichtes, wenn man sich nicht über den Weg traut, sondern davon überzeugt ist, dass “die anderen” unbeweglich sind.
Ich frage mich, was ich zu in solchen Situationen beitrage:

  • Die Beteiligten kennen sich in ihrem Unternehmen und Markt besser aus als ich. Aber ich kann “dumme Fragen” stellen, die schlauere Antworten provozieren.
  • Betriebsrat und Geschäftsleitung kennen ihre Enpgässe als ich. Aber ich kann sagen, wenn hilflos geschwafelt wird und die Parteien sich in die eigene Tasche lügen.
  • Die Workshop-Teilnehmer bringen viele Argumente und Details. Aber ich kann diese mit etwas Abstand und im Vergleich zu anderen Unternehmen betrachten, einordnen und sortieren.

Das scheint zu helfen: Wir haben heute in acht heftigen Stunden 14 Verantwortungsträger auf ein Ziel ausgerichtet: einige hundert Arbeitsplätze retten. Morgen geht’s weiter und danach fängt die Arbeit erst an.
 
 

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