Institut für Soziale Intelligenz

Wissen - Erkennen - Anwenden

Künstliche Intelligenz: Chinesen wecken deutsche Politik auf

So geht das: Die Chinesen kündigen an, bis 2025 weltweit führend bei Künstlicher Intelligenz (KI) sein zu wollen. Tags darauf melden sich Bundespoltiker der CDU und SPD zu Wort: Sie fordern einen KI-„Masterplan“, so → reuters.com.

Das klingt gut, allerdings: „In den Wahlprogrammen der Parteien findet das Thema KI allerdings kaum Niederschlag“, schreibt reuters. Stellt sich die Frage, wer den „Masterplan“ inhaltlich füllen soll oder darf…

Positiv scheint mir, dass CDU-IT-Experte Thomas Jarzombek in diesem Zusammengang darauf hinweist, dass es in China ein „ganz anderes Menschenbild gibt“. Diese kulturelle Basis ist deswegen für Künstliche Intelligenz wichtig, weil auch Soziale Intelligenz damit in Zusammenhang steht.

Maschine und Mensch wählen Menschen aus

Wer bringt für ein Unternehmen den größten Nutzen – im  gegebenen Team, auch in Zukunft? Diese Frage stellen sich Personalentscheider täglich – inzwischen gemeinsam mit Algorithmen. Maschinen sitzen bei der der Entscheidung also „mit am Tisch“. → Details

Soziale Intelligenz auf dem Bau

Wenn Roboter ganz neuartige Häuser bauen, bedeutet das lange noch nicht, dass der Mensch außer vor ist: „Die menschlichen Fähigkeiten, Kreativität und Improvisationsgabe, werden verstärkt genutzt“, sagt ETH-Professor Matthias Kohler, Gründungsdirektor des NFS Digitale Fabrikation: → hier

 

 

Kann ein „Digitales Wir-Gefühl“ facebook retten?

Wieso kann facebook existieren, besser: Wieso konnte es bisher exitierern? Weil Nutzer selbst Inhalte eingestellt und damit die „News Feed“ gefüllt haben.

Problem: Das tun die Menschen wohl immer weniger. Nach → socialmediawatchblog.de sei die Zahl der eingestellten Original-Inhalte um fast ein Drittel zurückgegangen. Die facebook-Nutzer teilen lieber Inhalte von anderen.
Problem dabei: Damit geht der Kuschelfaktor flöten, den die Menschen bei facebook gehalten haben. Wer sich in einem Netzwerk so „privat“ fühlt wie in einem öffentlichen Einkaufszentrum, verzieht sich lieber in private Gruppen oder Messenger-Systemen, so die Analyse.

Das könnte zeigen: Nur wer sozial intelligente System gestalten kann, gewinnt und behält das Vertrauen der Menschen. Mal sehen, was die Zukunft für facebook bringt: vom „Digitales Ich “ zum „Digitale Wir-Gefühl“…?

DeepCoder: Können Programme jetzt Kinder bekommen?

DeepCoder ist eine Software, die Software programmieren kann – angeblich besser als Menschen. Das berichtet → heise.de.

Die Künstliche Intelligenz beobachtet, was Programme bewirken sollen und dann wirklich bewirken. Daraus zieht sie Schlüsse, wie man besser programmieren kann.

Als Bild: Können Programme jetzt Kinder bekommen?

Funkt Puppe „Cayla“ Kinderfragen ins Internet?

Damit die Puppe „Cayla“ auf Kinderfragen reagieren kann, sendet sie über ein Mikrofon Kinderfragen ins Internet, so → heise.de.

Die Bundesnetzagentur weise deswegen darauf hin, dass → „Cayla“ in Deutschland verboten und von ihren Besitzern zu vernichten sei. Spannend finde ich die Frage: Wie viel Erziehung durch Internet (statt durch persönlichen Menschenkontakt) tut Kindern gut?

Kann mein Gehirn gehackt werden?

Der Gedanke wirkt gruselig: Mittels EEG lassen sich Hirnströme auslesen – sogar auf unbewusste Reize. So schreibt heise.de (→ hier) über die Konferenz Usenix Enigma. Die findet derzeit in Kalifornien statt.

Tamara Bonaciaus von der University of Washington berichtete, wie „Brain-Computer Interfaces“ genutzt und missbraucht werden können: → hier

AlgorithmWatch will Codes prüfen

In Deutschlandradio erklärt Matthias Spielkamp, wie seine Initiative AlgorithmWatch dazu beitragen will, das Codes nicht nur zufällig zu bestimmten Ergebnissen kommen, die für den Einen oder die Andere von uns negativ oder positive Effekte haben könnte: → hier.

Fein, dass das Thema mehr Menschen auf den Plan ruft, die Künstliche Intelligenz (KI / AI) durch Soziale Intelligenz unterstützen wollen. Denn dann nur können uns die Maschinen so unterstützen, wie die Menschen es wollen – heute und in Zukunft.

Das scheint mir auch deswegen wichtig, weil die meisten Menschen derzeit weder den Unternehmen, noch dem Staat vertrauen, dass diese anständig mit ihren Daten umgehen:

Künstliche Intelligenzien können nicht moralisch wertvoll handeln

Moralische Entscheidungen in Maschinen einzuprogrammieren, gehe nicht, so die Kulturwissenschaftlerin Maya Indira Ganesh auf dem 33. Kongress des Chaos Computer Clubs (hier…) in Hamburg. Dementsprechende Versuche von Wissenschaftlern kritisierte sie, Anläufe der für autonome Fahrzeuge beurteilte sie skeptisch, so heise.de.

Erfreut zeigte sich Ganesh darüber, dass auch die Ingenieurwissenschaften sich mit komplexen moralischen Fragen befasse.

Erwartet das Silicon Valley eine Europäische Antwort?

ZDF-Journalist Claus Kleber bringt aus dem Silicon Valley einen Impuls nach Europa, der uns Freuen und Fürchten machen könnte: Die ITler in Kalifornien glaubten soo sehr an Technik-Götzen, so Kleber, dass wir mit europäischer Distanz gute Chancen haben könnten, etwas mehr Leben in die Technik zu hauchen.

Dazu müssten wir runterkommen vom Sofa, sagt er im Deutschlandradio (hier…), und lädt ein zum Mitmischen. Wird gemacht: bei der www.Tour2017.Sozialintelligenz.de

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