In Kürze: Seit etwa hundert Jahren befassen sich insbesondere Psychologen mit dem Konstrukt der Sozialen Intelligenz. So gerne die Menschen außerhalb der Wissenschaften über Soziale oder Emotionale Intelligenz sprechen, so schwer tun sich jene, die sauber wissenschaftlich dazu arbeiten.

Nach aktuellem Stand meiner Literaturrecherche könnte das daran liegen, dass die Psychologen auch bei Sozialer Intelligenz der Versuchung erliegen, sehr schnell etwas messen zu wollen – nach dem Motto: Wieso sollte es nicht klappen, wo wir doch den IQ messen können?

The Birth of Artificial IntelligenceIch halte es für nötig, dass wir uns gründlich und mit frischem Blick mit Sozialer Intelligenz befassen, weil wir an einem entscheidenden Schritt in der Menschheitsgeschichte stehen: Jetzt schon sind Maschinen weltweit vernetzt (Industrie 4.0). In den vergangenen Jahren befasst sich insbesondere die Informatik damit, wie Künstliche Intelligenz in Maschinen eingebaut werden kann. Beispielsweise: Wwie nehmen Sprachroboter wahr, ob ein Anrufer im Callcenter wütend oder entspannt ist?
Was grundsätzlich eine interessante Sache ist, braucht behutsames Vorgehen: Noch können wir Maschinen programmieren. Zunehmend werden die Maschinen auch in dieser Disziplin besser als die Menschen. Schon bald ist die Frage, was das „Roboter-Kind“ von seinen Vorgängern gelernt hat, die das irgendwann einmal von bestimmten Menschen einprogrammiert erhalten haben.

Das klingt nach einer rein philosophischen Frage, die meiner Überzeugung nach immer stärker unser praktisches Leben prägt. Darüber ist zu sprechen.