Institut für Soziale Intelligenz

Wissen - Erkennen - Anwenden

Kategorie: Soziale Intelligenz

Maschine und Mensch wählen Menschen aus

Wer bringt für ein Unternehmen den größten Nutzen – im  gegebenen Team, auch in Zukunft? Diese Frage stellen sich Personalentscheider täglich – inzwischen gemeinsam mit Algorithmen. Maschinen sitzen bei der der Entscheidung also „mit am Tisch“. → Details

DeepCoder: Können Programme jetzt Kinder bekommen?

DeepCoder ist eine Software, die Software programmieren kann – angeblich besser als Menschen. Das berichtet → heise.de.

Die Künstliche Intelligenz beobachtet, was Programme bewirken sollen und dann wirklich bewirken. Daraus zieht sie Schlüsse, wie man besser programmieren kann.

Als Bild: Können Programme jetzt Kinder bekommen?

AlgorithmWatch will Codes prüfen

In Deutschlandradio erklärt Matthias Spielkamp, wie seine Initiative AlgorithmWatch dazu beitragen will, das Codes nicht nur zufällig zu bestimmten Ergebnissen kommen, die für den Einen oder die Andere von uns negativ oder positive Effekte haben könnte: → hier.

Fein, dass das Thema mehr Menschen auf den Plan ruft, die Künstliche Intelligenz (KI / AI) durch Soziale Intelligenz unterstützen wollen. Denn dann nur können uns die Maschinen so unterstützen, wie die Menschen es wollen – heute und in Zukunft.

Das scheint mir auch deswegen wichtig, weil die meisten Menschen derzeit weder den Unternehmen, noch dem Staat vertrauen, dass diese anständig mit ihren Daten umgehen:

Empathie: Keine Frage der Technik

Nehmen wir an, ein Roboter soll Schülern etwas beibringen. Dann reicht es nicht, wenn er mit monotoner Stimme sein Wissen weitergibt; dann muss die Maschine auch auf das Verhalten der Schülerinnen und Schüler re-agieren – möglichst einfühlsam. Das Zauberwort heißt „Empathie“.

The Birth of Artificial IntelligenceWenn sich Roboter auf Menschen empathisch einstellen sollen, ist das erst in zweiter Hinsicht eine technische Herausforderung. Vielmehr, so erklärt Psychologe Arvid Kappas in einem Deutsche Welle-Beitrag (hier…), muss zuvor geklärt werden, woraus empathisches Verhalten besteht.

Wie verlässlich bleibt das gesprochene Wort?

zeichen-hoeren-ohrSoftware zur Bildbearbeitung ermöglicht es nicht nur, rote Augen zu entfernen. Mit Photoshop & Co. können Menschen schöner gemacht werden als sie wirklich sind. Dadurch wird nicht nur die „Realität“ verändert, sondern auch Erwartungen und Maßstäbe an Menschen – nicht nur an Fotomodells…

Was für Bilder gelte, so berichtet Deutschlandradio Kultur (hier…), sei nun auch für Töne möglich: Mit der Adobe-Software „VoCo“ könnte man Ihnen Worte in den Mund legen, die Sie nie gesagt haben. Auch akkustische Fakten, so Deutschlandradio, seien also nicht mehr verlässlich.

Mitmach-Vortrag „Soziale Intelligenz für Soziale Algorithmen“

painter-696457Die gute Resonanz auf den Mitmach-Vortrag „Soziale Intelligenz für Soziale Algorithmen“ am 9. November überrascht mich. Gedacht ist dieser Abend insbesondere, um einen ersten Austausch zum Thema hinzubekommen.

In der Folge soll es im Januar / Februar 2017 eine „Vortragstournee“ zu Sozialer Intelligenz geben; für 2. Mai 2017 ist eine Conference on Social Intelligence „Education of humans in an environment of Artificial intelligence“ in Planung.

Konstruktiver Mitdenker und -macher sind willkommen. Mehr…

Soziale Intelligenz im Hinblick auf Herkunft und Zukunft

Gemeinhin wird Soziale Intelligenz beschrieben als eine Umgehensform mit den aktuell lebenden Mitmenschen.

Muss man den Bogen nicht weiterspannen? Jeder Mensch erwirbt über seine Vorfahren und Eltern kulturelle Erfahrungen und Prägungen (profanes Beispiel: Die Zahl 1989 bedeutet in Deutschland etwas Besonderes). Gleichzeitig prägt unsere Soziale Intelligenz auch das Leben der Mitmenschen, die erst noch geboren werden.

Wie geht es nach uns Menschen weiter?

Soziale Intelligenz für Maschinen

In Los Angeles / Kalifornien arbeitet das Institute for Creative Technologies (ICT) (mehr…) daran, dass Maschinen menschliche Verhaltensweisen einschätzen und darauf reagieren können: Ist das dann Künstliche Soziale Intelligenz?

Uni-Studium verliert an Bedeutung

Konsequent gedacht: Wenn elektronische Netzwerke schneller und konsequnter sind als Menschen, dann hilft es wenig, wenn Menschen mit Maschinen konkurrieren. Wolfgang Wahlster forscht über Künstliche Intelligenz und zieht daraus die Konsquenz: Bildung muss andere Schwerpunkte setzen.

Mehr im Interview mit ihm auf Heise hier…

Um was geht’s denn bei Sozialer Intelligenz?

In Kürze: Seit etwa hundert Jahren befassen sich insbesondere Psychologen mit dem Konstrukt der Sozialen Intelligenz. So gerne die Menschen außerhalb der Wissenschaften über Soziale oder Emotionale Intelligenz sprechen, so schwer tun sich jene, die sauber wissenschaftlich dazu arbeiten.

Nach aktuellem Stand meiner Literaturrecherche könnte das daran liegen, dass die Psychologen auch bei Sozialer Intelligenz der Versuchung erliegen, sehr schnell etwas messen zu wollen – nach dem Motto: Wieso sollte es nicht klappen, wo wir doch den IQ messen können?

The Birth of Artificial IntelligenceIch halte es für nötig, dass wir uns gründlich und mit frischem Blick mit Sozialer Intelligenz befassen, weil wir an einem entscheidenden Schritt in der Menschheitsgeschichte stehen: Jetzt schon sind Maschinen weltweit vernetzt (Industrie 4.0). In den vergangenen Jahren befasst sich insbesondere die Informatik damit, wie Künstliche Intelligenz in Maschinen eingebaut werden kann. Beispielsweise: Wwie nehmen Sprachroboter wahr, ob ein Anrufer im Callcenter wütend oder entspannt ist?
Was grundsätzlich eine interessante Sache ist, braucht behutsames Vorgehen: Noch können wir Maschinen programmieren. Zunehmend werden die Maschinen auch in dieser Disziplin besser als die Menschen. Schon bald ist die Frage, was das „Roboter-Kind“ von seinen Vorgängern gelernt hat, die das irgendwann einmal von bestimmten Menschen einprogrammiert erhalten haben.

Das klingt nach einer rein philosophischen Frage, die meiner Überzeugung nach immer stärker unser praktisches Leben prägt. Darüber ist zu sprechen.