Institut für Soziale Intelligenz

Wissen - Erkennen - Anwenden

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DeepCoder: Können Programme jetzt Kinder bekommen?

DeepCoder ist eine Software, die Software programmieren kann – angeblich besser als Menschen. Das berichtet → heise.de.

Die Künstliche Intelligenz beobachtet, was Programme bewirken sollen und dann wirklich bewirken. Daraus zieht sie Schlüsse, wie man besser programmieren kann.

Als Bild: Können Programme jetzt Kinder bekommen?

Funkt Puppe „Cayla“ Kinderfragen ins Internet?

Damit die Puppe „Cayla“ auf Kinderfragen reagieren kann, sendet sie über ein Mikrofon Kinderfragen ins Internet, so → heise.de.

Die Bundesnetzagentur weise deswegen darauf hin, dass → „Cayla“ in Deutschland verboten und von ihren Besitzern zu vernichten sei. Spannend finde ich die Frage: Wie viel Erziehung durch Internet (statt durch persönlichen Menschenkontakt) tut Kindern gut?

Wie leben wir mit „dem Assistenten“?

The Birth of Artificial IntelligenceGoogles nächster Schritt ist plattformunabhängig: ob PC, Smartphone oder Lautsprecher – die hardware-technische Basis ist einerlei für das Geschäftsmodell, so schreibt heise.de hier…

Früher als später wird die Frage drängend: Wie leben wir mit „dem Assistenten“? Haben wir das know what (= wIssen wir, was wir wollen?), um das know how sinnvoll zu nutzen?

A fool with a tool is still a fool, sagen die Briten. Deswegen möchte ich demnächst Ideen vorstellen, wie das geht: „Soziale Intelligenz für Soziale Algorithmen“

Lehmann-Pleite: Regelkreise ausgehebelt

lehman-brothers-www20150511Risse bekommen hat am 15. September 2008 – heute vor acht Jahren – eines der Grundfundamente menschlichen Verhaltens: Mit der Insolvenz der Investment-Bank Lehmann-Brothers kam das Prinzip „to big to fail“ auf. Heißt: Wer „systemrelevant“ ist, wird von der Allgemeinheit aufgefangen. Das demontiert das Prinzip der „Selbstwirksamkeitserwartung“ aus der Psychologie.

Nun kann es eine Weiterentwicklung sein, wenn althergebrachte Prinzipien relativiert oder abgeschafft werden: In unserem Fall kann es schlau sein, dass Staatsgemeinschaften einzeln Bankunternehmen retten, wenn denn damit Soziale Infrastruktur erhalten bleibt, die für die Gemeinschaft wertvoll ist.
Die Kehrseite der Medaille ist, dass auch jene Menschen daraus lernen, die fahrlässig oder vorsätzlich Fehler gemacht haben. Wenn wir annehmen, dass nicht nur die Investmentbanker aus der Lehman-Pleite gelernt haben, dann dürfen wir vermuten, dass wir alle zumindest erlebt haben, dass Regelkreise ausgehebelt werden können; möglicherweise erleben wir es auch als attraktiv und nachahmenswert, in „systemrelevante“ Positionen zu gelangen, um dort nach eigenem Gutdünken agieren zu können.

Vor vier Jahren hat Walter Wüllenweber beschrieben, wie sich diese Denkweise in der deutschen Gesellschaft breitgemacht hat – in allen gesellschaftlichen Schichten: siehe Video unten oder hier…

Wie genau sozial intelligenteres Verhalten aussehen könnte, wäre eine Auseindersetzung wert. Deswegen gibt es das Institut für Soziale Intelligenz.

We-Dentity: Wer sein darf, wer er (oder sie) ist, ist besser

Jens Flammann 1167 junge Augen - NeugierdeVerhaltensökonomen haben einen neuen (Mode-)Begriff: We-Dentity soll ausdrücken, dass Menschen nicht nur eine Identity (Identität) haben, sondern in vielen Rollen agieren – und miteinander interagieren. Das macht das Leben komplex – und auch konfliktreich und interessant!

Forscher wollen nun herausfinden, welche Folgen es hat, wenn sich Menschen wohlfühlen in ihrer Haut – respektive: in ihrer Rolle oder We-Dentity. Wenig überraschend ist, dass Menschen dann besser sind beim Lernen oder Arbeiten, wenn  sie sich gewertschätzt fühlen.

Das Schweizerische Duttweiler-Institut hat dazu gearbeitet: mehr…

Industrie 4.0 kostet Akademikerjobs

Logisch: Was Roboter und Software besser und billiger machen können als menschliche Arbeitskräfte, kostet deren Jobs. Das wird auch vor Akademikern nicht halt machen, wie DeutschlandRadio Kultur berichtet: hier…

Deswegen habe ich zweierlei getan:

  1. Der neuen Netzwerkinitiative „Smart Production Mannheim“ meine Unterstützung in Sachen HR angeboten.
  2. An der Uni Mannheim mit Lern-Expeditionen ein neues Lernformat getestet. Auswertung demnächst…

Warten bringt nichts.

Bewerber wollen mit dem Chef sprechen

Expedition Unternehmen www20150119Wichtiger als der Kontakt zu den Personalern ist Bewerbern der Kontakt zu ihren zukünftigen Vorgesetzten, zitiert „Wirtschaftspsychologie heute“ eine Studie: mehr…

Das ist der Grund, weswegen ich Lern-Expeditionen anbiete, bei denen Studierenden zu „Gesprächen auf Augenhöhe“ mit mittelständischen Unternehmern zusammenkommen. Details dazu hier…

Generation Y hat Führung übernommen

Cover Heimlichen RevolutionäreErmutigendes Feedback gab’s zu der Veranstaltung „Wie die Generation Y die Welt verändert“ am 4. Februar 2015 auch auf facebook: vielen Dank dafür!

Die zugespitzte Botschaft des Abends:
De facto hat die Generation Y die Führung übernommen, ohne dies schon zu spüren – und damit: ohne dies verantworten zu können.

Wie ich zu dieser Aussage komme? Die älteren Teilnehmenden bezogen sich in ihren Redebeiträgen oft auf die Werte der Jüngeren – und machten sie damit zum Maßstab ihres eigenen Handelns. Das bedeutet nicht, dass die Generationen vor den Ypsylonern mit deren Wertmaßstäben immer einverstanden sind. Aber sie haben de facto „keine Pfeile mehr im Köcher“; sie können allenfalls noch Rückzugsgefechts-Positionen „dagegen“setzen.

Bei der Veranstaltung im coolen Club Speicher 7 hatte ich auch den Eindruck, dass es „generationsspezifische“ Kernaussagen gab:

  • Die Jungen machen sich Gedanken über Land und Leben;
  • die berufstätige Generation über Karriere;
  • die aus dem Beruf langsam aussteigende Generation, ob sie wohl alles richtig gemacht hat (nach dem Maßstab ihrer Nachfolgerinnen und Nachfolger);
  • und die Ruheständler – die haben wieder Abstand, um mit den Jungen weitreichende Fragen zu stellen.

Liege ich mit diesen zugespitzten Aussagen völlig daneben?

Antworten, wie es in Zukunft weitergeht, brauchen wir noch. Wie wir die erarbeiten können, dafür entwickele ich bereits Formate (wer darüber informiert bleiben möchte, möge sich bitte meine Einladungen bestellen).

Bisher gehen meine Gedanken dahin, dass wir im Herbst über Werte von und für Menschen sprechen: mehr…

Fehler feiern – und loswerden

20120930_171551Griffig ist der Titel schon mal, aber was bringt die „Fuck-up-Night„, von der die  „Süddeutsche“ (hier…) schreibt.

Hirnpsychologisch können wir alle jene Sachen besser vergessen, an die wir uns erinnern. Re-Flektion heißt das.
Dummerweise macht sich’s unser Hirn nämlich gerne mal gemütlich: So machen wir immer mal wieder auch die gleichen Fehler (ohne es zu merken), so können wir uns selber soo wunderbar in die Tasche lügen („waren die Anderen / Pech / …“).
Deswegen braucht es Aufwand, damit wir uns zum Vergessen an das erinnern, was vielleicht gestern noch eine gute Idee war, aber möglicherweise nicht mehr taugt.

Der Laborleiter eines Frankfurter Chemieunternehmens rechnete mir mal vor, wie teuer und tödlich auch kleine Fehler richtig werden können. Deswegen brauchen wir in einer komplexen und dynamischen Welt (zumindest mehr als in jener traditionsgeprägten Welt aus Ackerbau und Industrie-Fertigungsband) eine „Fehlerkultur“ (wieder so ein pompöses Wort), die uns Neuanfänge ermöglicht: „Lösungen Zweiter Ordnung“

Lesetipp für alle, die ihre Fehler noch nicht erkennen können: „Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen“ von Rolf Dobelli. Leicht zu lesen, hat’s aber in sich…

Ypsiloner als Zauderer?

Generation Y in impulse20141211Schon klar: Man muss Kontraste zeichnen, wenn man Menschen etwas klarmachen will. Auf der einen Seite also die Generation, die sich gradlinig ins Burnout engagiert, auf der anderen die zaudernden Egotaktiker, die sich nicht festlegen wollen?

Auch „impulse“ schreibt über die „Generation Y“ (hier…). Weil’s mir lieber ist, dass Menschen miteinander sprechen statt nur voneinander zu lesen, gibt’s dazu im Februar eine Veranstaltung in Mannheim: Details…

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